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CI "Hallo, ich bin Smartie, und ich bin bündisch."

"Hallo Smartie", tönt es monoton aus den Mündern meiner nicht existenten Selbsthilfegruppe.

Was zum Geier bedeutet eigentlich „bündisch“? Diese Frage ist genauso schwer oder einfach zu beantworten wie einem Außenstehenden zu erklären, was denn nun Pfadfinder eigentlich sind. Ich könnte jetzt hier seitenweise referieren, das halte ich aber nicht für sinnvoll, hierzu gibt es auch sehr gute Literatur. Deswegen in aller Kürze.
Zum einen muss man sicherlich unter Bündisch die geschichtliche Epoche sehen (hierzu mehr im "Schwarzen Schimmel" im Kapitel Pfadfindergeschichte). Darauf beruht „Bündisch“ tatsächlich auch.
Heute versteht man unter „Bündisch“ eine gewisse Stilrichtung. Und auch hierzu gibt es keine einheitliche Lexikondefinition.

 

Äußere Merkmale des Bündischen

Jede Subkultur – die das Bündische ja innerhalb der Sparte Pfadfinder und Jugendbewegung darstellt – hat natürlich ihre nach außen sichtbaren Erkennungszeichen. Bündische schlafen zumeist in Kohten, tragen Leder- oder Zimmermannshosen. Viele haben auch ein Barett statt der pfadfinderischen Zitronenpresse (also dem Pfadfinderhut). Was ein ewiges Thema sein wird ist die Diskussion Affe versus Wanderrucksack. Ein Affe ist ein Felltornister wie er vor dem 2. Weltkrieg von den Soldaten verwendet wurde. Viele Bündische verwenden lieber den Affen (er ist auch einfach stilecht!). Ich selbst bevorzuge meinen guten alten Wanderrucksack. Im Gesamten wird in dieser Stilrichtung sehr auf den „Stil“ geachtet. Also Kohte statt Igluzelt (Von mir gerne auch liebevoll Wiesenakne genannt), Fell statt Isomatte, Juja statt Goretex-Jacke, etc. pp.

Die Fahrt

Bündische machen wenige bis teils gar keine Lager. Der kleinste gemeinsame Nenner der Bündischen ist die Fahrt! Unterwegs sein. Das Programm der Fahrt ergibt sich aus der Fahrt selbst. Siehe hierzu auch das Kapitel „Fahrtenplanung“.

Innere Einstellung

Das, was einen Bündischen eigentlich ausmacht, ist die innere Einstellung. In einer Kohte zu schlafen und sich eine Zimmermannshose anzuziehen reichen nicht aus um als bündisch zu gelten. In einer bündischen Gruppe ist die Gruppe das wichtigste Element der Gemeinschaft. Die Gruppe steht über dem Stamm. Die Gruppen bilden einen Stamm, nicht der Stamm hat mehrere Gruppen. Freundschaft ist ein zentraler Punkt. Die Philosophie des Bündischen kommt sehr gut in den Fahrtenlieder heraus. Singen und das bündische Liedgut sind überhaupt etwas ganz Besonderes. Sowas muss man einfach miterleben, wenn im Kreis der Freunde zur Klampfe gemeinsam am prassenden Feuer Bündisches gesungen wird. Hierzu mehr im Kapitel "Singen" im "Schwarzen Schimmel". Die Einflüsse aus dem Handwerk (Nicht nur die Zimmermannshose, aber das rührt auch daher) wie das Unterwegs sein (Die Walz der Handwerker) und das „Zünftige“ macht in der Mischung mit der humanistischen Bildung, welche aus dem Wandervogel der deutschen Jugendbewegung herrührt (Kunst, Kultur, Literatur womit man sich in diesen Kreisen beschäftigt) einen ganz besonderen Reiz aus.

 

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